Das Waldkauzspiel

NABU-Aktion in Grundschulen und Kindergärten

Foto: Patricia Cantarella begrüßt neugierige Schüler
Foto: Patricia Cantarella begrüßt neugierige Schüler

Auch in diesem Jahr hat sich der NABU wieder tolle Spiele und Experimente zum Vogel des Jahres - dieses Jahr der Waldkauz- einfallen lassen. Patricia Cantarella vermittelt Kindern in Grundschulen und Kindergärten wissenswertes zum Waldkauz und dessen Lebensraum.

Ein Besuch in der Silverberg-Grundschule in Haltern am See

 

Das der Waldkauz eine Eulenart ist wussten alle. Auch das der Waldkauz in alten Baumhöhlen wohnt. Doch auch wie er aussieht? Was er frisst und warum er so ein guter Jäger in der Nacht ist?

 

Mit viel Spannung in Interesse verfolgen die Kinder der 1.Klasse der Silverbergschule den Erzählungen, und ein echter Waldkauz, wenn auch ausgestopft, wollten alle mal aus der Nähe sehen.

Aber warum ist der Waldkauz ein so lautloser Jäger?

 

Ganz genau wurden dafür Federn vom Waldkauz und von der Taube, die jeder schon mal flattern gehört hat, untersucht.

 

Schnell wurde festgestellt das die Waldkauzfedern weicher und ausgefranzter sind. Natürlich möchten alle ganz genau verstehen warum dieser Unterschied dazu führt, dass man Tauben flattern hört, den Waldkauz aber nicht. Dafür haben Mitglieder vom NABU im Vorfeld tolle Modelle von Waldkauz- und Taubenflügel gebastelt. (Eine Anleitung zum Nachbauen finden Sie hier.)

 

Eine Seite die Waldkauzflügel - die andere Seite die Taubenflügel - und schon geht's los. Tatsächlich, die Waldkauzflügel aus Stoffstreifen sind viel leiser als die Taubenflügel aus Papierstreifen. Da die Waldkauzfedern an den Rändern gezähnt sind, entstehen beim Fliegen weniger Luftturbulenzen. So kann sich der Waldkauz regelrecht an seine Beute "anschleichen".


Und warum kann der Waldkauz so gut sehen im Dunkeln?

 

Das der Waldkauz, obwohl er viel kleiner als ein Mensch ist, genauso große Augen hat war einfach zu erkennen. Doch warum sieht der Waldkauz dann besser als wir?

 

Probieren wir es doch mal aus und verstärken unsere Augen. Dafür wurden kleine Bilder in Pappröhren geklebt. Hält man diese nun vor die Augen - richtig sehen wir gar nichts. Verstärken wir das Licht aber mit einem Spiegel - ahhh sehen wir die Bilder.  (Eine Anleitung zum Nachbauen finden Sie hier.)

 

Der Waldkauz sieht also besonders gut im Dunkeln, weil er sehr große Augen hat und seine Netzhaut mit besonders vielen Sinneszellen ausgestattet ist, die auch noch die kleinsten Lichtreste einfangen.

 

Ganz im Dunkeln kann natürlich auch der Waldkauz nichts mehr sehen. Trotzdem kann er selbst bei völliger Finsternis seine Beute aufspüren und zielgenau ergreifen.


Text und Fotos: Katja Geilen

Doch warum kann der Waldkauz auch bei völliger Dunkelheit noch Mäuse fangen?

 

Klar! - er kann besonders gut hören. Der Waldkauz hat keine Federohren, sondern sie sind versteckt hinter dem Gesichtsschleier - trichterförmig angeordneten Federkränze um die Augen. Diese verstärken jedes noch so kleine Geräusch und leiten sie an die Ohren weiter.

 

Probieren wir doch auch mal aus, wie gut man hört, wenn man die Geräusche verstärkt und zwar mit einem ganz einfachen Dosentelefon.

 

Zum Schluss wollten alle Waldkauz sein und mit verbundenen Augen hören wo sich die Maus befindet. Dafür wurde einem Kind die Augen verbunden und alle anderen Kinder haben sich im Kreis gesetzt und heimlich ein Stück zerknittertes Papier weitergereicht. Wurde "Stopp" gerufen musste das Kind erraten, wo sich die "Beute" befindet.

 

Eine spannende Stunde, mit viel Spaß und Informationen rund um den Waldkauz und sein Lebensraum ging zu Ende. Begeisterung bei Kindern und Lehrern blieb zurück, die sich herzlich beim NABU und bei Patricia für ihren Einsatz bedankten.

 

Ein Dank gilt auch dem LWL Naturkundemuseum Münster, die dem NABU freundlicherweise den ausgestopften Waldkauz geliehen haben.

 

 

 


Habt Ihr jetzt Lust bekommen dem Waldkauz und seinem bedrohten Lebensraum zu helfen? - dann baut doch einen Waldkauz-Nistkasten!

Immer weniger geeignete Baumhöhlen, wie z.B. alte Spechthöhlen, stehen dem Waldkauz zur Verfügung. Helfen Sie mit die Zahl der Brutpaare zu erhöhen und bauen Sie ein Waldkauz-Nistkasten.

 

Weitere Informationen und eine Baueinleitung für den Nistkasten finden Sie hier und auf der NABU-Website.